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Top-Thema | 02.10.2009

Morlok und Martens gehören der neuen CDU/FDP-Staatsregierung an

Der FDP-Landtagsabgeordnete Sven Morlok ist neuer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie stellvertretender Ministerpräsident; der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Jürgen Martens ist neuer Staatsminister der Justiz und für Europa. Beide Politiker nahmen heute ihre Ernennungsurkunden von Sachsens Ministerpräsidenten, Stanislaw Tillich, entgegen. Dazu erklärt Holger Zastrow, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag und der FDP Sachsen:

"Mit Sven Morlok und Dr. Jürgen Martens schickt die FDP Sachsen zwei ihrer profiliertesten Vertreter ins neue Kabinett. Beide Politiker sind meine persönlichen Wunschkandidaten und genießen das vollste Vertrauen der FDP Sachsen und ihrer Landtagsfraktion. Beide werden am Kabinettstisch an der Seite ihrer CDU-Kollegen eine deutliche liberale Handschrift in die Regierungsarbeit im Freistaat einbringen.

Auch wenn beide FDP-Minister keine gebürtigen Sachsen sind - sie haben seit der Wende ihren persönlichen, familiären und beruflichen Lebensmittelpunkt im Freistaat gefunden und seither das gesellschaftliche und politische Leben in Sachsen mitgestaltet. Beide Politiker kommen zudem direkt aus einer erfolgreichen beruflichen Praxis in ihr Ministeramt, sind zuvor keine Berufspolitiker gewesen.

Sven Morlok ist ein anerkannter Wirtschaftsfachmann, der seit der Wiedervereinigung im Freistaat in verschiedensten Positionen für und in der sächsischen Wirtschaft gearbeitet hat. Die Führung eines international tätigen Unternehmens mit fast 500 Mitarbeitern ist ihm ebenso vertraut wie der sächsische Mittelstand. Zuletzt hatte Morlok neben seiner Abgeordnetentätigkeit als Geschäftsführender Gesellschafter ein mittelständisches Unternehmen in Leipzig geleitet. Als Landesschatzmeister verantwortet er maßgeblich die finanzielle Konsolidierung der FDP Sachsen. Als Vorsitzender der FDP Leipzig und der dortigen FDP-Stadtratsfraktion führt er Liberalen in der größten Stadt Sachsens mit außerordentlichem Erfolg: Bekam die FDP beispielsweise bei den Stadtratswahlen 2004 noch 4,5 Prozent, waren es in diesem Jahr 9,6 Prozent.

Dr. Jürgen Martens ist als profilierter Innen- und Rechtspolitiker ebenso bereits aus eigener Berufserfahrung mit seinem Politikfeld in der Staatsregierung vertraut. Seit 1990 hat er nicht nur seine Familie, sondern auch seine berufliche Existenz in Sachsen begründet, hat in Meerane als selbständiger Rechtsanwalt eine namhafte Kanzlei aufgebaut. In der FDP Sachsen ist er seit 2001 der Chefprogrammatiker der Partei."

 

Das neue Kabinett der CDU/FDP-Regierung in Sachsen



Die Freidemokraten im neuen Kabinett

 

Sven Morlok (geb. 05. Mai 1962)

 

Der in Stuttgart geborene Leipziger absolvierte nach dem Wehrdienst von 1983 bis 1985 in Heilbronn eine Ausbildung zum Bankkaufmann und begann im Anschluss in Mannheim das Studium der Betriebswirtschaftslehre. Nach der Wiedervereinigung verlegte Morlok seinen Wohnsitz nach Sachsen, zuerst nach Dresden, dann nach Leipzig. 1992 beendete er sein Studium mit seiner Diplomarbeit an der Technischen Universität Dresden. 1991/92 war er neben dem Studium nebenberuflich Dozent bei der Berufsakademie Mittelsachsen in Meißen.

Nach dem Studium war Morlok bis 1996 in verschiedenen Positionen bei der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) in Dresden tätig. Hier gestaltete er die Transformation der sächsischen Wirtschaft nach der Wende mit. 1996 wechselte Morlok in die Privatwirtschaft: Nach drei Jahren als Assistent der Geschäftsführung trat er in die Geschäftsführung der Nacap GmbH in Leipzig (vormals RAB Rohrleitungs- und Anlagenbau GmbH) ein. Bei dem Unternehmen mit den Geschäftsfeldern Pipelinebau und Anlagenbau mit Tochtergesellschaften und Beteiligungen in Russland, Ukraine, Polen und Tschechien war er bis 2006 für rund 450 Mitarbeiter verantwortlich. Seit 2007 war Morlok Geschäftsführender Gesellschafter der Pommer Spezialbetonbau GmbH in Leipzig, einem mittelständischen Bauunternehmen mit den Geschäftsfeldern Betonbau, Betonsanierung und Beschichtung, dessen rund 15 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von etwa 1,3 Millionen Euro erwirtschafteten.

Seine ersten politischen Erfahrungen sammelte Morlok bei den Jungen Liberalen in Baden-Württemberg. Nach seinem Umzug nach Sachsen baute er hier die Jungliberale Aktion Sachsen (JuliA) mit auf, deren Vorsitzender er schließlich 1992/93 war. Seit der personellen und inhaltlichen Neuaufstellung der FDP Sachsen Ende 1999 ist Morlok Mitglied des Landesvorstandes der Partei. Der damals neu ins Amt gewählte Landesvorsitzende Holger Zastrow hatte Morloks Mitarbeit im Landesvorstand zu einer Bedingung für die Übernahme der Parteiführung gemacht. Morlok ist seit 2002 Landesschatzmeister der FDP Sachsen und wirkte in dieser Position entscheidend an der finanziellen Konsolidierung der Partei mit. Ende 2005 übernahm Morlok zudem die Führung des FDP-Kreisverbandes Leipzig.

Sven Morlok gehört seit dem Wiedereinzug der FDP in den Sächsischen Landtag 2004 der FDP-Fraktion an. In der vierten Legislaturperiode war er deren stellvertretender Vorsitzender und als wirtschaftspolitischer Sprecher Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des Parlaments.


Dr. Jürgen Martens (geb. 03. August 1959)

 

Der geborene Münchner, der von einem Alter von zehn Jahren an im Schwarzwald aufwuchs, nahm 1981 nach Abitur und Zivildienst ein Studium der Rechtswissenschaften in Freiburg auf, legte dort 1986 sein 1. Staatsexamen ab. Danach folgten das Referendariat, unter anderem mit Stationen am Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg und im Landtag von Baden-Württemberg, und 1987/88 eine Tätigkeit bei den Europäischen Gemeinschaften, Generaldirektion Landwirtschaft/Betrugsbekämpfung, in Brüssel. Nach dem 2. Staatsexamen 1990 erhielt Dr. Martens in Lörrach die Zulassung als Rechtsanwalt.

Bereits 1990 verlegte Dr. Martens seinen Lebensmittelpunkt nach Sachsen, begründete hier seinen beruflichen und familiären Lebensweg. Dr. Martens lebt mit seiner Familie in Meerane; seit 1991 ist er verheiratet, seine beiden Söhne, geboren 1994 und 1996, wachsen in Meerane auf. Bereits zu DDR-Zeiten hatte er über die Städtepartnerschaft zwischen Lörrach und Meerane Kontakte zu seiner jetzigen Heimatstadt geknüpft. Im Juli 1990 kam Dr. Martens schließlich nach Meerane, beantragte dort noch im September 1990 nach dem Rechtsanwaltsgesetz der DDR die Zulassung als Rechtsanwalt und war bis 1997 als selbständiger Rechtsanwalt in überörtlicher Sozietät tätig. Die Kanzlei mit den Schwerpunkten Wirtschaftsrecht sowie Beratung und Vertretung öffentlicher Körperschaften wuchs bis 2000 auf fünf Rechtsanwälte auf; 2009 umfasste sie vier Rechtsanwälte und zwölf Mitarbeiter. Im Jahr 2000 wurde Dr. Martens an der Universität Freiburg zum Dr. jur. promoviert. Seine Doktorarbeit schrieb er bei dem Nestor des deutschen Wirtschaftstrafrechts, Prof. Dr. Klaus Tiedemann, zum Thema "Subventionsbetrug zum Nachteil der Europäischen Gemeinschaften".

Seine politische Laufbahn begann Dr. Martens 1976 mit dem Eintritt in die FDP und die Deutschen Jungdemokraten, von 1983 an war er Mitglied der Jungen Liberalen, dort unter anderem im erweiterten Bundesvorstand, und bei der FDP Baden-Württemberg im Landesvorstand. Bereits vom Januar 1990 an pflegte Dr. Martens regelmäßig Kontakte zu den Jungliberalen in Dresden und unterstützte sie bei der Gründung der Jungliberalen Aktion (JuliA). Seit 2001 ist Martens bei der FDP Sachsen vor allem für die Programmarbeit verantwortlich, führte vor den Landtagswahlen 2004 und 2009 die Programmkommission der Partei. Seit 2003 ist Dr. Martens Mitglied im Landesvorstand der FDP Sachsen, seit 2006 Kreisvorsitzender der FDP Chemnitzer Land und seit 2007 stellvertretender Landesvorsitzender. Er ist zudem seit 2005 Gründungsvorsitzender der Vereinigung Liberaler Juristen im Freistaat.

Seit dem Wiedereinzug der FDP in den Sächsischen Landtag 2004 gehört Dr. Martens der FDP-Fraktion an. In der vierten Legislaturperiode war er deren innen- und rechtspolitischer Sprecher und Mitglied im Innenausschuss, dem Ausschuss für Verfassung, Rechts- und Europaangelegenheiten sowie dem 2. Untersuchungsausschuss. Im Bewertungsausschuss des Landtages war er stellvertretender Sprecher des Ausschusses.

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