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FDP hilft e.V.

Meldung | 29.06.2011

Grüne treten Freiheit von Forschung und Lehre mit Füßen

Der Landtag debattierte heute in der Aktuellen Stunde auf Antrag der Fraktionen von CDU und FDP zum Thema "Gegen grüne Denkverbote - Forschungs- und Wissenschaftsfreiheit verteidigen". Anlass sind jüngste Äußerungen des Grünen-Abgeordneten Karl-Heinz Gerstenberg, der gesagt hatte, es sei "aberwitzig, zwei Professuren mit Steuergeldern zu finanzieren, die weiter an der Atomenergie festhalten wollen". Es sei laut Gerstenberg nicht einzusehen, "Dinge öffentlich zu finanzieren, die gesellschaftlich nicht gewollt sind".

Dazu erklärt Prof. Dr. Andreas Schmalfuß, forschungs- und technologiepolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:

"Die Forderung, den sächsischen Kernforschungslehrstühlen die öffentliche Finanzierung zu versagen, passt in das ideologische Bild der Grünen: Es handelt sich dabei um eine rückwärtsgewandte, wissenschaftsfeindliche Weltsicht, die mit einer modernen Wissensgesellschaft unvereinbar ist. Die Forderung passt somit zum Kampf der Grünen gegen die Autobahn Dresden-Prag, gegen die Waldschlösschenbrücke, gegen Stuttgart 21, gegen Hochspannungsleitungen in ganz Deutschland und so weiter. Alles, was Teil des technischen Fortschritts ist, erscheint den Grünen nicht nur suspekt, sondern bekämpfenswert.

Dass aber die Grünen in dieser unverblümten Weise die Freiheit von Forschung und Lehre mit Füßen treten, hat mich erstaunt und auch betroffen gemacht. Für uns Liberale ist der Wert der Freiheit auch in der Wissenschaft höchstes Gut. In Forschung und Entwicklung an unseren Hochschulen und Forschungseinrichtungen sehen wir etwas Positives, nämlich etwas, was die Menschen voran bringt.

Auf den Sachverstand im Bereich der Kernforschung kann der Freistaat stolz sein. Und diese Expertise wird auch zukünftig benötigt. Es ist ein Irrglaube anzunehmen, es brauche keine Forschung und Lehre mehr auf diesem Gebiet, wenn 2022 zumindest in Deutschland der letzte Kernreaktor abgeschaltet wird. Wer soll die Kernreaktoren bis dahin betreiben, wer soll sie 30 bis 40 Jahre lang zurückbauen, wer soll sie kontrollieren, wer begutachten? Und wer achtet darauf, dass die deutschen Ansprüche auf Sicherheitsstandards in Kernkraftwerken unserer Nachbarländer eingehalten werden?"


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