• CDU/SPD-Entscheidung für Reitverbot im Wald ist verpasste Chance für Tourismus und Freizeitsport

    Nach Medienberichten haben die Landtagsfraktionen von CDU und SPD beschlossen, das weitgehende Reitverbot in sächsischen Wäldern beizubehalten. Die Fraktionen stellen sich damit gegen das Umweltministerium, das in einem Entwurf zum sächsischen Waldgesetz das Reiten auf Waldwegen wie in anderen Bundesländern auch grundsätzlich erlauben wollte. Dazu erklärt Holger Zastrow, Landesvorsitzender der FDP Sachsen: „Mit der Beibehaltung des weitgehenden Reitverbots in sächsischen Wäldern haben CDU und SPD die Chance für eine Belebung des Reittourismus und Freizeitsports in Sachsen verpasst. Die Hoffnung von über 15.000 sächsischen Freizeitreitern, dass der Freistaat – wie andere Bundesländer auch – das Reiten im Wald grundsätzlich ermöglicht, machen CDU und SPD zunichte. Es ist zudem bemerkenswert, dass die Koalitionsfraktionen mit ihrer Blockade den eigenen Umweltminister im Regen stehen lassen.
    Zu Zeiten der CDU/FDP-Regierung haben wir uns stets dafür eingesetzt, dass das Reitwegenetz auch im Bereich der Wälder ausgebaut wird. Die Attraktivität Sachsens als Urlaubsland für Freizeitreiter hängt ganz wesentlich von einem durchgängigen und gut ausgeschilderten Reitwegenetz ab. Ein grundsätzliches Reitverbot in sächsischen Wäldern ist ein Rückschlag für die Entwicklung dieses Urlaubsprofils. Gerade für die sächsischen Reiterhöfe, für Gastronomie und Hotellerie werden wirtschaftliche Chancen leichtfertig verspielt.

    Wie andere Bundesländer zeigen, ist es durchaus möglich, die gemeinsame Nutzung der Wälder durch Wanderer, Fahrradfahrer und Reiter konfliktfrei zu regeln. Dass die sächsische CDU/SPD-Koalition nicht die Kraft hat, dem positiven Beispiel anderer Bundesländer für eine Freigabe des Reitens im Wald zu folgen, ist ein Trauerspiel.“