• Frank Müller-Rosentritt: „Mittelstand braucht dringend mehr als Darlehen“

    Um die Unternehmen in der aktuellen Ausnahmesituation zu unterstützen, haben viele Bundesländer, zusätzlich zum Soforthilfeprogramm vom Bund, Hilfsprogramme beschlossen. In Sachsen sind die Lücken enorm.

    FDP-Landesvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Frank Müller-Rosentritt: „Die meisten anderen Bundesländer haben neben dem Soforthilfeprogramm vom Bund noch eigene Programme für ihre Unternehmer. Bei unseren Nachbarn in Brandenburg bekommen Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern eine nicht zurückzuzahlende Soforthilfe von bis zu 60.000 Euro. Auch in Thüringen gibt es bis zu 30.000 Euro Soforthilfe vom Freistaat für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern, dort sogar mit digitaler Anleitung zu allen Anträgen auf Youtube.

    Wo bleiben diese Soforthilfen und digitalen Hilfestellungen für Unternehmen zwischen 11 und 249 Mitarbeiter in Sachsen? Darlehen helfen zwar, aber auch zahlreiche gesunde Unternehmen werden nicht die Liquidität aufbringen können, diese Darlehen innerhalb von sechs Jahren zurückzuzahlen zu können. Ich erwarte, dass ein wirtschaftsstarkes Land wie Sachsen die Programme für zahlreiche mittelständische Betriebe aufstockt und nicht eine ganze Gruppe von Unternehmen im Stich lässt. Genau diese sind es, die in den vorherigen Jahren für die Gelder in der Staatskasse und den Wohlstand in Sachsen gesorgt haben, deshalb dürfen sie nun auch Hilfe vom Staat erwarten.

    Wir benötigen dringend unbürokratische, schnelle, möglichst digitale Soforthilfen für Unternehmer mit bis zu 250 Angestellten. Das muss Sachsen gewährleisten können.“