• Frank Müller-Rosentritt: „Nicht links, nicht rechts, sondern: nach vorn!“

    Der neue Vorsitzende der FDP Sachsen, Frank Müller-Rosentritt, positioniert den Landesverband fest in der Mitte der Gesellschaft. „Ich bin davon überzeugt, dass die Notwendigkeit für eine liberale Stimme in der Gesellschaft gerade jetzt von enormer Bedeutung ist“, erklärt der 37-jährige Chemnitzer Bundestagsabgeordnete. „Wir brauchen ein liberales Bollwerk gegen Extremisten von Links und Rechts. Die hochgefährliche, schleichende Akzeptanz rechter Ideen in Teilen der Gesellschaft, dessen vorläufige brutale Tiefpunkte der Mord an Walter Lübcke und das Attentat auf die Synagoge in Halle sind, nimmt zu.“

    Müller-Rosentritt verwies auf das Ergebnis der AfD in Thüringen, die trotz eines offen rechtsradikalen Vorsitzenden viele Stimmen gewinnen konnte. Niemand könne jetzt noch sagen, er hätte es nicht gewusst. Die Gesellschaft muss sich gegen extremistische Angriffe zur Wehr setzen. Das betrifft auch die identitären Linken und ihre Ablehnung demokratischer Grundregeln.

    „Die identitären Linken finden, dass bestimmte Menschen vom Diskurs ausgeschlossen gehören. Meinungsfreiheit ja, aber bitte nur unter den Maßstäben der eigenen Diversität. Für mich ist völlig unklar, wie die selbsternannten wehrhaften linken Demokraten die Demokratie retten wollen. Wer Argumentation und Diskussion als tragendes Element der Demokratie unterbinden will, kann sich nicht als Retter dieser Demokratie aufspielen. Ich glaube immer an die Meinungsfreiheit der Andersdenkenden. Auch wenn es manchmal sehr schwer zu ertragen ist. Deshalb braucht es eine echte Liberale Stimme in der Gesellschaft vor allem in Sachsen. Das Patent darauf haben die sächsischen Freien Demokraten.“