• Frank Müller-Rosentritt: „Protest der sächsischen Landwirte ist verständlich“

    Die sächsischen Landwirte demonstrieren am 17. Januar 2020 unter dem Motto „Wir bitten zu Tisch“ in Dresden, um über die neue Düngeverordnung aufzuklären.

    Dazu erklärt der FDP-Landesvorsitzende Frank Müller-Rosentritt: „Die Agrarpolitik der Regierung droht einer ganzen Branche die Existenzgrundlage zu entziehen. Völlig zu Recht kommen die sächsischen Bauern mit Traktoren nach Dresden, um gegen die neue Düngeverordnung zu demonstrieren. Die FDP Sachsen steht dabei klar auf der Seite der Bauern.

    Als Liberale wollen wir unsere heimischen Landwirte, die zu sehr hohen Standards produzieren, unterstützen, statt ihnen immer strengere Auflagen aufzuerlegen. Denn wer Landwirte im Stich lässt, riskiert viel: hochwertige Lebensmittel, Existenzen und soziale Strukturen in ländlichen Regionen, Tierwohl und Naturschutz.

    Bei der Umsetzung der Nitratrichtlinie dürfen in Deutschland keine höheren Anforderungen gelten als in anderen EU-Staaten. Insbesondere dürfen die Bauern ohne wissenschaftliche Evidenz nicht allein für die Nitratwerte verantwortlich gemacht werden. Die Düngeverordnung in ihrer jetzigen Form ist nicht praxistauglich und gefährdet damit die Existenz der Bauern. Wer den ländlichen Raum stärken möchte, der sollte den Landwirten nicht ihre Existenzgrundlage entziehen. Kein Landwirt weiß, wie er im Frühjahr düngen soll.

    Die Regierung muss Landwirte und ihre Erzeugnisse endlich wertschätzen, anstatt ihnen täglich das Leben mit immer neuen Auflagen und Bürokratie zu erschweren.“