• Freidemokraten fordern 10 Millionen-Programm für Demokratie und politische Bildung an sächsischen Schulen

    Auf ihrer Klausurtagung in Klipphausen (Kreis Meißen) hat sich der Landesvorstand der FDP Sachsen mit der strategischen Situation der Partei vor dem Bundestagswahljahr und inhaltlichen Themen in Sachsen beschäftigt. Dabei sprachen sich die Freidemokraten für ein 10 Millionen-Programm zur Förderung von Demokratiebildung und politischer Bildung an sächsischen Schulen aus. Dazu erklärt FDP-Landeschef Holger Zastrow: “Die extrem aufgeheizten und konfliktgeladenen Diskussionen der jüngsten Monate in Sachsen haben gezeigt, dass es gravierende Defizite beim öffentlichen Diskussions- und Debattenklima im Freistaat gibt. Polarisierung, Ausgrenzung und Gewaltandrohung sind keine Mittel, um Konflikte zu lösen. Wir müssen frühzeitiger beginnen, für Demokratie sowie für politische und gesellschaftliche Grundwerte zu werben. An seinen Schulen hat Sachsen zu lange naturwissenschaftliche und sprachliche Kompetenzen im Mittelpunkt gesehen, die Vermittlung sozialer Fähigkeiten und politischer Grundkenntnisse wurde dagegen eher stiefmütterlich behandelt.

    Wir sprechen uns daher für eine ‚Offensive für Demokratie und politische Bildung‘ an sächsischen Schulen aus. Von der Grundschule bis zur Berufsschule sollen lebendig und authentisch Diskursfähigkeit, politische Prozesse und gesellschaftliche Grundwerte vermittelt werden. Dafür sollte Sachsen ein Sonderprogramm von 10 Millionen Euro jährlich auflegen, aus dem unter anderem Veranstaltungen, Exkursionen, Planspiele und Austauschmaßnahmen finanziert werden. Es war ein Fehler, aus dem DDR-Schulsystem zu schlussfolgern, dass Schulen weitgehend politikfreie Zonen sein sollen. Gesellschaftliche Brennpunktthemen werden in der Familie und im Freundeskreis ohnehin diskutiert – insofern muss gerade an Schulen frühzeitig angesetzt werden, gesellschaftliche Konflikte und politische Prozesse zu verstehen und mit Meinungsverschiedenheiten umgehen zu können.“