• Holger Zastrow: „Armutszeugnis für Staatsregierung – Leistungsfähige Breitbandanbindung für sächsische Schulen um weitere 3 Jahre verzögert!“

    Die sächsische Staatsregierung hat heute bekannt gegeben, dass sich die komplette Versorgung aller sächsischen Schulen mit schnellem Internet von Ende 2018 auf das Jahr 2021 verschiebt. Laut Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion verfügen derzeit bis zu 44 Prozent aller Schulen in Sachsen noch nicht über eine leistungsfähige Breitbandanbindung. Dazu erklärt der Landesvorsitzende der Freien Demokraten in Sachsen, Holger Zastrow:

    „Die aktionistische Verschiebung des Internet-Breitbandziels für die sächsischen Schulen um immerhin drei Jahre ist ein komplettes Armutszeugnis für die Staatsregierung. Selbst wenn im kommenden Jahr die Bundesmittel für die digitale Ausstattung der Schulen fließen sollten, kann die Technik aufgrund der schlechten Internetanbindung vielerorts nicht richtig genutzt werden. Seit Amtsantritt 2014 hat es die schwarz-rote Staatsregierung trotz sprudelnder Steuereinnahmen nicht geschafft, unsere Schulen vom Kreide- ins Digitalzeitalter zu bringen. Das gilt nicht nur für schnelle Internetanschlüsse, sondern auch für Computertechnik, digitale Lernkonzepte und die notwendige Weiterbildung der Lehrkräfte. Sachsen droht so im Ländervergleich massiv zurückzufallen.

    Die Digitalisierung der Schulen ist die wesentliche Voraussetzung für neue Lernkonzepte, die einen deutlich anschaulicheren Unterricht ermöglichen und individueller auf die Lernbedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler eingehen. Allein beim Erlernen von Fremdsprachen oder in den Naturwissenschaften bietet sich ein riesiges Potenzial für eine bessere Unterrichtsgestaltung. Schnelles Internet und digitale Lernmittel sind dabei kein Selbstzweck, sondern sie unterstützen Wissensvermittlung und Lernprozesse. Mit Internetgeschwindigkeiten aus dem Modem-Zeitalter lässt sich jedoch die sächsische Schule der Zukunft garantiert nicht gestalten.“