• Holger Zastrow: “Wir wollen ab 2019 wieder mitregieren”

    Auf dem heutigen Landesparteitag der Freien Demokraten in Neukieritzsch (Landkreis Leipzig) hat der Landesvorsitzende Holger Zastrow die Mitglieder auf das bevorstehende Wahljahr in Sachsen eingeschworen. Der FDP-Landeschef formulierte das Ziel, bei einem entsprechenden Wahlergebnis Regierungsverantwortung zu übernehmen: “Wir kämpfen nicht nur darum, in den Landtag mit einem starken Ergebnis einzuziehen. Wir wollen unseren Freistaat wieder mitgestalten.” Zastrow rief die Freidemokraten dazu auf, auch um Direktmandate bei der Landtagswahl zu kämpfen: “Wir haben vor Ort oft interessante und bessere Persönlichkeiten als die Konkurrenz. Wir werden den Kampf um Direktmandate nicht CDU und AfD überlassen.”

    Die sächsische Staatsregierung kritisierte Zastrow als “behäbig und reaktiv”. CDU und SPD in Sachsen hätten weder einen Plan, noch eine Vision, noch wirklich neue Ideen für die Zukunft Sachsens. Der Freistaat brauche eine völlig neue Dynamik. Die Freien Demokraten wollten bürokratische Hürden beiseite räumen, schnelleres Bauen von Verkehrsinfrastruktur ermöglichen und das Land wieder vom Kopf auf die Füße stellen. “Die staatliche Bürokratie raubt den Tüchtigen die Energie und zerstört ihre Träume. Sachsen muss zu einem Land werden, wo etwas möglich ist, wo mehr geht als anderswo”, so der FDP-Landeschef.

    Die Freien Demokraten seien die einzige politische Kraft in Sachsen, die Erfahrungen aus der Regierung, aus dem Scheitern und dem praktischen Alltag vereint. Auf die FDP als Kraft der Mitte komme es zudem entscheidend an, um Einfluss und Bedeutung der AfD nach der Landtagswahl zu verringern. “Wir wollen so stark werden, dass es nicht dazu kommt, dass Regierungsbündnisse aus vier Parteien in Sachsen notwendig werden. Dann sollten wir lieber das Modell einer Minderheitsregierung erwägen”, so Zastrow.

    Der FDP-Landeschef bezeichnete die sächsischen Freidemokraten als “gut aufgestellt”: “Ich habe daher den Willen, die Scharte, die wir 2014 aus eigenen Fehlern, aber auch aufgrund der damaligen Umstände, eingefangen haben, wieder gut zu machen. Wir wollen Verantwortung übernehmen und mit unseren Ideen die satte Landesregierung aufrütteln. Als freiheitliche Partei, die Bürgern und ihrem Engagement vertraut statt misstraut, unterscheiden wir uns fundamental von allen anderen politischen Kräften. Wir teilen die Kritik der Bürger an manchen Zuständen im Land, aber ohne alles zu verteufeln und unser demokratisches System zu verachten. Wir wollen konkrete Lösungen bieten.”

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