• Kirchenbeschluss zur Trauung gleichgeschlechtlicher Paare ist erfreuliches Signal – Sachsens Kirchen sollten Berlin-Brandenburger Beispiel folgen

    Die Landessynode der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hat am vergangenen Wochenende beschlossen, dass sich homosexuelle Paare künftig trauen lassen können. Die Regelung tritt am 1. Juli dieses Jahres in Kraft. Dazu erklärt Holger Zastrow, Landesvorsitzender der sächsischen FDP und Präsidiumsmitglied der Bundespartei:

    „Der Beschluss vom Wochenende ist ein wichtiges und mutiges Signal der evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg. Damit wird die ungerechtfertigte Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare beendet und nicht zuletzt auch deren Rolle als Verantwortungsgemeinschaft gestärkt. Was zählt ist die Liebe und Zuneigung zwischen zwei Menschen und der Wunsch füreinander einzutreten und gegenseitige Verantwortung zu übernehmen. Dass dieser Beschluss mit immerhin 85 Prozent der Delegiertenstimmen gefasst wurde, ist dabei ein besonders hoffnungsvolles Zeichen.Dies entspricht genau unseren liberalen Vorstellungen von einer modernen Familienpolitik: Wir wollen, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften dieselbe gesellschaftliche Wertschätzung erfahren wie heterosexuelle Partnerschaften. Denn wer gleiche Pflichten hat, verdient auch gleiche Rechte. Die Ehe muss deshalb auch für gleichgeschlechtliche Partner geöffnet werden.

    Dass die Zahl eingetragener Lebenspartnerschaften in Sachsen mit knapp 300 im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht hat, zeigt wie stark das Bedürfnis geworden ist, sich auch öffentlich zu seinem gleichgeschlechtlichen Partner zu bekennen und auch im juristischen Sinne Verantwortung zu übernehmen.

    Es wäre nunmehr an der Zeit, dass sowohl die sächsischen Landeskirchen und Bistümer als auch der Bundestag die gesellschaftliche Realität anerkennen und endlich den Weg für die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare frei machen.

    Wir sächsischen Freidemokraten werden jedenfalls alles in unseren Kräften stehende dafür tun, damit ein längst überholte Familienbild aus den vergangenen Jahrhunderten möglichst bald der Vergangenheit angehört und sich ein freiheitliches, modernes Familienbild in der Gesellschaft etabliert.“