• Lehrerberuf aufwerten und digitale Bildungsoffensive für sächsische Schulen gefordert – FDP beschließt Leitanträge zur Bildungspolitik

    Schule

    Auf ihrem Landesparteitag in Neukieritzsch haben die sächsischen Freidemokraten zwei Leitanträge zur Lehrkräftegewinnung und zur Digitalisierung sächsischer Schulen beschlossen.

    Ziel müsse es sein, “dass der Lehrerberuf in Sachsen wieder hochattraktiv wird. Nur wenn sich die Besten um eine Lehramtsausbildung bewerben, werden wir eine hohe Unterrichtsqualität erreichen und größtmögliche Bildungschancen für jeden Schüler schaffen”, heißt es im Beschluss. Nach intensiver Diskussion sprachen sich die Delegierten für eine höhere Lehrerbezahlung, die mit dem Gehalt anderer Bundesländer vergleichbar ist, und bessere Arbeitsbedingungen, jedoch gegen eine Verbeamtung von Lehrern aus. Vor allem Grundschullehrer sollen zukünftig eine bessere Bezahlung erhalten und mit Lehrern anderer Schularten gleichgestellt werden. Gleichzeitig sollen die einzelnen Schulen mehr Einfluss auf die Lehrereinstellung und die Zahlung von Prämien an besonders leistungsbereite Lehrkräfte erhalten.

    Weiterhin sprachen sich die Freien Demokraten für einen Ausbau der bisherigen Lehramtsausbildung an der TU Chemnitz aus. Neben Grundschullehrern sollen – wie auch bereits in Dresden und Leipzig – Oberschul- und Gymnasiallehrer ausgebildet werden.

    Bei der digitalen Bildung müsse es der Anspruch des Freistaates Sachsen sein, “zum Spitzenfeld innovativer europäischer Regionen aufzuschließen.” In einem Forderungskatalog mit zehn Punkten sprechen sich die Freidemokraten für einen Bund-Länder-Staatsvertrag zur Bereitstellung modernster digitaler Infrastruktur an jeder Schule aus. Bis 2022 sollen E-Learning-Lernplattformen als Cloud-Lösung an allen sächsischen Bildungseinrichtungen zur Verfügung stehen. Für Lehrkräfte soll es eine umfassenden Weiterbildungsoffensive geben.

    Die Funktionsweise und Nutzung von Software sowie Medienkompetenz sollen zentraler, fächerübergreifender Bestandteil des Unterrichtsangebotes werden. Eine neue “Bundesanstalt für E-Learning” soll neue Bildungs- und Lernformen erarbeiten, die Präsenzlernen und E-Learning im Rahmen eines lebenslangen Lernens verbindet. Zudem soll jeder Bürger einen digitalen Bildungslebenslauf erhalten, der neben den staatlichen Schul-, Berufs und Studienabschlüssen auch die Abschlüsse privater und onlinebasierter Bildungsanbieter enthält.

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