• Medizinforschungsinstitut “TRM” in Leipzig muss erhalten bleiben

    Nach Medienberichten droht dem „Translationszentrum für Regenerative Medizin“ (TRM) in Leipzig das Aus, da ab 1. Juli keine Bundesmittel für das Medizinforschungsinstitut mehr fließen sollen. Damit stehen nicht nur 130 Arbeitsplätze auf dem Spiel, sondern auch ein wichtiger Biotech-Forschungsstandort in Sachsen. Dazu erklärt Anja Jonas, stellvertretende Landesvorsitzende und Gesundheitsexpertin der FDP Sachsen: „Es ist erschreckend, dass die letzten Monate von der Sächsischen Staatsregierung nicht genutzt wurden, um ein strategisches Zukunftskonzept für das einzigartige Forschungszentrum auf den Weg zu bringen. Ich fordere Wissenschaftsministerin Eva-Marie Stange und die Staatsregierung auf, gegenüber der Bundesregierung mindestens auf einer einstweiligen Fortführung der Bundesförderung zu bestehen. Sowohl für die Wissenschaft als auch für Biotech- und Pharmaunternehmen wäre das Ende des TRM ein unersetzbarer Verlust. Im Falle einer Verweigerungshaltung des Bundes muss Sachsen mit einem ‘Plan B’ eine Fortführung ermöglichen.

    Es stellt sich zudem die Frage, warum sich die Staatsregierung nicht längst um die Zukunft des TRM gekümmert hat. Schon länger ist klar, dass eine weitere Bundesförderung für die Einrichtung ungewiss ist. Offenbar konzentriert sich Frau Stange derzeit aber lieber auf den Dresdner Oberbürgermeisterwahlkampf als auf ihre Aufgaben als Wissenschaftsministerin. Es ist ohnehin absurd, dass in Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen unter CDU und SPD kein Geld mehr für Spitzenforschung vorhanden sein soll. Offenbar sind den schwarzen-roten Koalitionen Frauenquoten, Maut und Rentengeschenke wichtiger als Zukunftsfragen wie Forschung und Entwicklung.“