• Mögliche Rückzahlung von Fördermitteln bei SolarWorld zügig prüfen

    Der Solartechnik-Hersteller SolarWorld hat gestern angekündigt, einen Insolvenzantrag zu stellen. Allein am Standort Freiberg sind dadurch über 1200 Stellen gefährdet. Dazu erklärt Holger Zastrow, Landesvorsitzender der FDP Sachsen: „Die Insolvenz von SolarWorld ist bitter, war aber absehbar. Das Subventionsstrohfeuer durch das Erneuerbare Energien-Gesetz hat zunächst das Wachstum von deutschen Solarunternehmen wie SolarWorld massiv getrieben, dann wurde die Branche jedoch von der Marktentwicklung kalt erwischt. Der Freistaat Sachsen muss jetzt ernsthaft prüfen, ob die an SolarWorld gezahlten Fördermittel ganz oder teilweise zurückgefordert werden können und dies im Zweifel auch konsequent durchsetzen. Es bleibt zu hoffen, dass es für möglichst viele Arbeitsplätze am Technologiestandort Freiberg eine Zukunft gibt.

    SolarWorld ist nicht allein Opfer chinesischer Billiganbieter. Das Geschäftsmodell der deutschen Solarbranche basierte lange Zeit fast nur auf EEG-Subventionen. Deutsche Solarunternehmen, die sich frühzeitig spezialisiert und auf Technologieentwicklung konzentriert haben, überleben am Markt – diesen Strategiewechsel hat SolarWorld jedoch viel zu spät begonnen. Das Heilsversprechen der Energiewende, dass dadurch tausende neue Arbeitsplätze und wirtschaftliche Vorteile entstehen, entpuppt sich einmal mehr als Augenwischerei.“

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