• Nach Clausnitz und Bautzen: Ihr seid nicht das Volk!

    Sachsen FDP-Landeschef Holger Zastrow hat die fremdenfeindlichen Vorfälle in Clausnitz und Bautzen mit klaren Worten verurteilt: „Die Ereignisse von Clausnitz und Bautzen sind beschämend. Wer hilflose Menschen, insbesondere Frauen und Kinder, als Zielscheibe seines Protestes wählt und ihnen Angst macht, handelt unwürdig, dumm und feige und fügt dem Ansehen unseres Landes nachhaltig Schaden zu. Mit ihren aggressiven Pöbeleien, der offen zur Schau gestellten Gewaltbereitschaft und ihrer Respektlosigkeit gegenüber Helfern und Einsatzkräften begeben sich diese Menschen ins gesellschaftliche Abseits. Zwischen Kritik auf der einen Seite sowie Aggression und Gewalt auf der anderen Seite verläuft eine rote Linie. Wer diese überschreitet, bricht mit den Normen einer zivilisierten Gesellschaft. Geradezu widerwärtig ist es, dass sich solche Personen auf den friedlichen Protest von 1989 berufen. Nein, ihr seid nicht das Volk und es ist unerträglich, dass ihr die Losungen des Wendeherbstes für euren blinden Fanatismus missbraucht! Nichts davon ist wie ’89!

    Bei aller verständlichen Entrüstung über die jüngsten Ereignisse darf es jetzt aber auch keine Pauschalverurteilung ganzer Gemeinden, Städte, Regionen oder Bundesländer geben. Übergriffe gab und gibt es leider vielerorts in Deutschland und sie sind gleichermaßen zu verurteilen, egal wo sie passieren. Wer aber alle und alles einfach in einen Topf wirft und stigmatisiert, befeuert letztlich das Werk jener fanatisierten Hetzer und tut der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung, die derartige Auswüchse des Protestes, Fremdenhass und Gewalt in Sachsen genauso ablehnt wie überall in Deutschland, und den Tausenden Helfern, die sich auch im Freistaat für Flüchtlinge und Humanität engagieren, unrecht.“