• Öffentliche Verwaltung ist die größte Homeoffice-Baustelle

    Zur „Mobile Arbeit Gesetz“-Initiative des Bundesarbeitsministers Hubertus Heil erklärt Judith Münch, stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Sachsen:

    „Den größten Nachholbedarf in Sachen Homeoffice hat die öffentliche Verwaltung. Bevor Bundesarbeitsminister Heil sich unnötig in die Vertragsfreiheit zwischen Arbeitnehmer und -geber einmischt, sollte er sich erst einmal um diese Baustelle kümmern. Von der Bundesebene bis zur kleinsten Kommune gibt es zwar zahlreiche Lichtblicke, aber grundsätzlich ist der Nachholbedarf bei Digitalisierung und Homeoffice-Fähigkeit und -Bereitschaft größer als in der Privatwirtschaft.

    Wenn Hubertus Heil Defizite sieht, könnte ein hochmoderner, digital aufgestellter Staat dann auch für die Privatwirtschaft eine Vorbildfunktion einnehmen. Beim aktuellen Zustand der öffentlichen Verwaltung ist das jedoch undenkbar. Wir werden deshalb beim Landesparteitag am 10.10.2020 einen Antrag mit der Forderung einer vollständigen Homeoffice-Fähigkeit der Landesverwaltung als ersten Schritt diskutieren.“

    „Persönlich stört mich an der Initiative des Bundesarbeitsministers am meisten, dass sie wieder einmal das grundsätzliche Misstrauen des Staates gegenüber den freien und verantwortlich agierenden Unternehmern in unserem Land zeigt. Vorteile setzen sich am Markt durch und Homeoffice bietet, dort wo es Sinn macht, so viele Vorteile, dass ein klug agierender Unternehmer von sich aus die Möglichkeit prüft und umsetzt. Dazu braucht es keinen Staat, der sich wie ein Retter aufführt, aber am Ende die Unternehmer mit weiteren Regularien knebelt“, ergänzt Frank Müller-Rosentritt, Landesvorsitzender der FDP Sachsen.