• Sächsische Freidemokraten starteten mit Dreikönigstreffen ins neue politische Jahr

    Sachsens Freidemokraten wollen zur Landtagswahl 2019 eine klare freiheitliche Alternative zur ambitionslosen schwarz-roten-Landesregierung, aber auch zu AfD, Linken und Grünen anbieten. „Wir treten als berufserfahrene Praktiker aus der Mitte der Gesellschaft an, um einen politischen Wandel in Sachsen zu erreichen. In der Landespolitik brauchen wir eine neue Kultur des Anpackens und in das Zutrauen in die Bürger. Mehr Freiheit und Verantwortung für all diejenigen, die selbst etwas machen wollen, ist für mich zentral. Unser Anspruch ist es, dass die Staatsregierung den Tüchtigen in unserem Land den roten Teppich ausrollt, statt ihnen Steine in den Weg zu legen“, sagte der FDP-Landesvorsitzende Holger Zastrow auf dem heutigen Dreikönigstreffen der Freidemokraten in Döbeln (Landkreis Mittelsachsen).

    „Es ist unerträglich, wie Langsamkeit, Kompliziertheit und Bürokratie verhindern, dass Bürgerinnen und Bürger heute ihre Ideen im Freistaat verwirklichen können. Wir brauchen nicht immer neue Förderprogramme, sondern vor allem mehr Mut zur Schaffung von Freiräumen sowie die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Man soll die Leute machen lassen, wir müssen uns um Gründer kümmern, dürfen sie aber nicht mit unzähligen Auflagen quälen“, so Zastrow. Der FDP-Landeschef kritisierte in diesem Zusammenhang unter anderem überlange Planungs- und Bauzeiten für Straßen, langsames Internet und Mobilfunklöcher sowie bürokratische Fesseln des Landes für sächsische Städte und Gemeinden.

    Mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Debatten beobachtet Zastrow eine „zunehmende grüne Dekadenz“: „Während Automobilindustrie und Braunkohle der Kampf angesagt wird, glauben offenbar Teile der politischen Elite, dass wir unseren Wohlstand mit der Herstellung von Lastfahrrädern und dem Windkraftausbau mehren können. Dies ist ein gefährlicher Irrweg. Angesichts der aufstrebenden globalen Konkurrenz ist es nicht in Stein gemeißelt, dass Deutschland eine der führenden Wirtschaftsnationen bleibt. Ich sehe es als Staatsauftrag an, unsere mittelständische Struktur zu erhalten und auszubauen.“

    Zur Landtagswahl im September 2019 streben die Freidemokraten ein Wahlergebnis von mindestens acht Prozent an. „Unser Ziel ist nicht allein der Wiedereinzug in den Landtag. Wir wollen so stark werden, dass eine eigene Gestaltungsoption als Regierungspartei möglich wird und dass wir in Sachsen keine wilden Koalitionen bekommen“, betonte der FDP-Landeschef.