• Schlag ins Gesicht von Sport und Ehrenamt

    Die Freien Demokraten Sachsen fordern die Staatsregierung dazu auf, von den in der Runde der Ministerpräsidenten vereinbarten Regelungen im Sportbereich abzuweichen.  Der gesamte Amateursport soll demnach ab 2. November 2020 ruhen.

    Vize-Landeschef Carsten Biesok erklärt dazu: „Diese Regelung ist nicht mit den bisherigen Erkenntnissen begründbar, insbesondere nicht für Outdoor-Aktivitäten. Das pauschale Verbot berücksichtigt in keinster Weise die Aktivitäten der Vereine, die es durch ein hohes Maß an Disziplin, mit großem Aufwand und mit der konsequenten Umsetzung von Hygiene-Konzepten geschafft haben, dass der Sport bisher nachweisbar kein Infektionstreiber war. Sachsen sollte im Sportbereich die vereinbarten Regelungen daher nicht umsetzen.“

    Philipp Hartewig, ebenfalls stellvertretender Landesvorsitzender, ergänzt: „In ausschließlich ehrenamtlicher Arbeit haben die meisten mit viel Aufwand und unter oft zusätzlichen Kosten Hygienekonzepte erarbeitet. Diese Konzepte wurden teilweise bereits genehmigt und funktionieren. Die Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht all dieser Engagierten.

    Die Ministerpräsidenten verkennen weiterhin die besondere gesundheitsfördernde Wirkung des Sports, die besonders in der aktuellen Zeit der Entbehrungen wichtiger den je sind. Für alle Generationen ist es bei eingeschränkten Aktivitäten wichtig, sich fit zu halten. Bewegung ist insbesondere für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen wichtig. Unzureichende Bewegung schlägt sich auch negativ auf den Lernfortschritt nieder.“

    Carsten Biesok ist zudem Vizepräsident des Stadtsportbunds Dresden. Philipp Hartewig ist Vorsitzender der Kreissportjugend Mittelsachsen und Vizepräsident des Kreissportbunds Mittelsachsen.