• Weiterer Windkraftausbau weder wirtschaftlich noch aus Naturschutzgründen verantwortbar

    Nach Medienberichten fordert der Lobbyverband „Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien“ (VEE) einen massiven Ausbau der Windkraft im Freistaat Sachsen. Dazu erklärt Holger Zastrow, Landesvorsitzender der FDP Sachsen: „Ein weiterer massiver Ausbau der Windkraftanlagen in Sachsen ist unverantwortlich. Die hoch subventionierte Windenergie führt zu noch höheren Kosten für Stromkunden, zerstört die Landschaft und hat massive negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Anwohnern und die Werte von Grundstücken. Sachsen hat bereits jetzt einen Ökostromanteil von knapp 25 Prozent. Zudem stammen rund 45 Prozent der Energie im gesamten ostdeutschen Stromnetz aus erneuerbaren Energiequellen. Nur mit größtem technischem Aufwand können die gravierenden Schwankungen im Netz überhaupt noch bewältigt werden. Im sächsischen Energie- und Klimaschutzprogramm wurde auf Initiative der FDP ein Ökostromanteil von 28 Prozent bis zum Jahr 2023 festgeschrieben. Dafür braucht es keinen weiteren Ausbau der Windkraft.

    Wer jetzt einen weiteren massiven Windkraftausbau fordert, hat nicht die Umwelt, sondern vor allem eigene finanzielle Interessen im Auge. Insofern unterscheidet sich die Windkraftlobby auch nicht von den Betreibern von Atom- oder Kohlekraftwerken. Es gibt nur einen zentralen Unterschied: Die konventionellen Kraftwerke arbeiten nicht nur kostengünstiger, sie liefern auch rund um die Uhr verlässlich Energie. Windkraftanlagen sind nutzlos, wenn kein Wind weht. Solange das Problem der Versorgungssicherheit nicht gelöst ist, macht ein weiterer Windkraftausbau überhaupt keinen Sinn.

    Zudem sollte die Windkraftlobby einen Blick ins vermeintliche ‚Windkraftparadies‘ Dänemark werfen. Dort ist der Ausbau der Windkraft nahezu komplett gestoppt, um die schädlichen Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Anwohner und Tiere zu untersuchen. Den sächsischen Windkraftlobbyisten sind eigene Profite aber offenbar wichtiger als die Gesundheit von Anwohnern sowie der Natur- und Tierschutz.“