• „Wir kommen wieder!“

    „Auf Wiedersehen. Wir kommen wieder!“. Mit diesen kämpferischen Worten schloss FDP-Spitzenkandidat Holger Zastrow am Wahlabend seine Ansprache vor Mitgliedern und Anhängern der sächsischen FDP. Mit den ersten Prognosen um 18 Uhr war klar: Die FDP hatte nach zehn Jahren im Parlament den Wiedereinzug verfehlt. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erhielt sie 3,8 Prozent der Stimmen. Knapp 62.000 Sachsen hatten für die Freidemokraten gestimmt.

    “Wir haben alles gegeben”, sagte FDP-Landeschef Holger Zastrow am Wahlabend. Die FDP sei im Wahlkampf fleißiger als andere gewesen, habe eine gute Leistungsbilanz in der Regierung vorzuweisen und der Freistaat habe sich in fünf Jahren hervorragend entwickelt. Dennoch: „Es ist uns nicht gelungen, uns maßgeblich vom FDP-Bundestrend abzusetzen. Wir zahlen jetzt den denkbar schwersten Preis.” Man habe jedoch im Wahlkampf die Ehre der FDP stets verteidigt und beispielsweise nicht um Zweitstimmen gebettelt. Zastrow dankte allen Kandidaten und Wahlkämpfern für ihre Leidenschaft und ihren Einsatz.

    „Wir sind enttäuscht, aber nicht resigniert“, sagte FDP-Generalsekretär Torsten Herbst. Die FDP werde sich jetzt ausreichend Zeit nehmen, das Wahlergebnis gründlich zu analysieren und über die nächsten Schritte zu entscheiden. Für Anfang November ist ein Landesparteitag geplant. „Der Teamgeist, die Leidenschaft und die Überzeugung aus dem Wahlkampf sind eine gute Basis für den Neuanfang“, so Herbst. Man stehe heute trotz der Wahlniederlage ganz anders da als beispielsweise in den 1990er Jahren, als die sächsische FDP Wahlergebnisse von 1,1 und 1,7 Prozent einfuhr: „Wir haben viel Erfahrung und Kompetenzen gewonnen und verfügen über bekannte Persönlichkeiten. Die Partei ist handlungsfähig, auch in finanzieller Hinsicht.“ Die Wahlniederlage werde jetzt gründlich verarbeitet, danach sei aber klar: Der Neuaufbau der FDP als starke außerparlamentarische Kraft muss beginnen.

    Offizielles Wahlergebnis zur Landtagswahl: statistik.sachsen.de