• Entwicklung des Leipziger Neuseenlands nicht an Bürokratie und Ökolobbyisten scheitern lassen

    Erst vor fünf Wochen wurde der Zwenkauer See mit großem „Tamtam“ an Erholungssuchende und Wassersportler zur Nutzung übergeben. Jetzt wurde plötzlich die Nutzung des Sees mit Motor- und Elektrobooten untersagt. Der grüne Lobbyverein „Ökolöwe“ vermutet Verstöße gegen Naturschutzgesetze. Zudem sperrte die LMBV den Teil eines wichtigen Radweges am Cospudener See. Die sächsische FDP, die sich zu Landtagszeiten immer wieder für den Wassersport in den ehemaligen Braunkohlegebieten um Leipzig und in der Lausitz und die touristische Entwicklung der Regionen stark gemacht hat, reagierte mit Unverständnis – für die Umweltaktivistien und die verantwortlichen Behörden. FDP-Landeschef Holger Zastrow:

    „Es ist doch klar, dass sogenannte Umweltaktivisten alles, was nach Spiel, Spaß und Freude aussieht, bekämpfen. Deswegen frage ich mich, wieso mögliche Kritikpunkte nicht im Vorfeld vom Landkreis und den zuständigen Behörden geprüft und ausgeräumt worden sind. Es ist nicht sehr ehrenvoll, in Wahlkampfzeiten mit mächtigem Tamtam Bänder durchzuschneiden, großzügige Mastergenehmigungen für den Wassersport auszureichen und Radwege einzuweihen. Doch sobald der Wahlkampf vorbei ist, sind alle Probleme wieder da.

    Jetzt ist es Zeit für einen runden Tisch, an dem Landeskreis, LMBV, Gemeinde, Wassersportler und die Anbieter touristischer Leistungen gemeinsam nach einer Übergangslösung bis zur Klärung aller Fragen suchen. Es kann nicht sein, dass die Wassersportanbieter plötzlich vor dem Aus am Zwenkauer See stehen. Wer weitere Anbieter und Investoren anlocken möchte, muss auch verlässliche Rahmenbedingungen bieten. In die Rekultivierung der ehemaligen Tagebaue sind immerhin bereits Millionenbeträge geflossen.

    Die Einschränkung der Seenutzung vermindert nicht nur die Attraktivität der Tourismusregion, sie blockiert auch die Nutzung der vorhandenen wirtschaftlichen Potenziale. Dass der „Ökolöwe“ am Zwenkauer See naturschutzrechtliche Bedenken hat, wundert zudem sehr. Mit enormen Mitteln hat man in den vergangenen Jahren eine geschundene Bergbauregion der Bevölkerung zurückgegeben. Eine großartige Landschaft ist im Entstehen und es ist gut zu sehen, wie das Neuseenland von den Menschen und der Natur angenommen wird. Darüber müssten sich Umweltverbände eigentlich auch freuen.“