• Holger Zastrow: Kostenfreier Schülerverkehr wäre konsequent

    Einigung auf kompliziertes Azubiticket ist völlig unzureichend

    Zur Einigung von Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) mit den fünf sächsischen Nahverkehrszweckverbänden auf neue Ticketangebote für Schüler, Auszubildende und Jugendliche erklärt der FDP-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat zur Landtagwahl, Holger Zastrow:

    „Die jetzige Einigung nach einer quälend langen Diskussion ist nur eine minimale Verbesserung, sie geht jedoch an den wirklichen Problemen vorbei. Es ist höchste Zeit, eine Kostenfreiheit der ÖPNV-Nutzung für Schüler zwischen ihrem Wohnort und ihrer Schule einzuführen. Da es eine gesetzliche Schulpflicht gibt, können nicht Schüler benachteiligt werden, die zwingend Bus oder Bahn benutzen müssen.

    Nachteile nach dem neuen Modell haben Schüler zudem weiterhin, wenn der eigene Wohnort in einem anderen Verkehrsverbundgebiet liegt wie die Schule. Selbst wenn die Fahrtentfernung kürzer als bei anderen Schülern ist, müssen sie einen Zuschlag für die Nutzung zweier Verbundräume bezahlen. Hier rächt sich die Zersplitterung Sachsen in äußerst kleine Verkehrsverbünde mit einem komplizierten Tarifsystem. Leider fehlt Verkehrsminister Martin Dulig der Mut für einen großen Wurf für die Modernisierung des ÖPNV und die Neugestaltung des Schülerverkehrs in Sachsen.“