• Sächsische FDP für allgemeine Impfpflicht von Kindern in Kitas

    Angesichts des ersten Todesfalls durch Masern in Berlin spricht sich die sächsische FDP für eine allgemeine Impfpflicht für Kinder in Kindertageseinrichtungen aus. In der Abwägung zwischen der Wahlfreiheit der Eltern und dem Schutz von Menschen vor schweren oder gar tödlichen Erkrankungen durch Ansteckung reichten Appelle zur Freiwilligkeit von Impfungen offensichtlich nicht aus. „Wer den Impfschutz auf die leichte Schulter nimmt, gefährdet nicht nur das eigene Kind, sondern alle Kinder und Erwachsenen, mit denen es in Kontakt ist – egal ob auf dem Spielplatz, in der Kita oder in der Schule“, erklärt die stellvertretende FDP-Landesvorsitzende und Gesundheitsexpertin Anja Jonas.

    Gerade in Kitas sei das Ansteckungsrisiko für Kindern und Personal naturgemäß besonders hoch. Die sächsische FDP befürworte daher die generelle Impfung von Kindern nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut. Ausnahmen von der Umsetzung der Impfempfehlung sollten nur bei einer nachgewiesenen Unverträglichkeit oder entsprechenden Vorerkrankungen möglich sein. Die aktuellen Fälle von Masseninfektionen zeigten deutlich, dass es sich keineswegs um harmlose Erkrankungen handelt. „Ohne einen hohen Impfschutz und eine hohe Impfrate droht die Rückkehr schwerer Krankheiten wie Masern und Diphterie. Die in den vergangenen Jahren erreichten Fortschritte bei der Ausrottung dieser Krankheiten wären damit zunichte gemacht“, so Jonas.